viele von Ihnen werden mich vielleicht aus meiner bisherigen politischen Arbeit schon kennen. Alle Leser, die mich noch nicht kennen, möchte ich mich gern vorstellen und bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit. In meinem Lebenslauf, den Sie auch hier finden werden oder schon gefunden haben, können Sie meinen Werdegang auf beruflicher, gesellschaftlicher und politischer Ebene nachlesen.
Bereits im Jahre 2005 hatte ich den Auftrag, für die CDU in unserem Wahlkreis das Direktmandat zu erobern, es ist jedoch nüchtern festzustellen, dass dieses Vorhaben nicht geglückt ist. Darüber habe auch ich mich nicht gefreut, es war eine von den Niederlagen, die man in der Politik und in der Demokratie erleiden kann und die man auch ertragen muss.
Als Kreistagsvorsitzender im Burgenlandkreis und stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat von Weißenfels verbindet mich mit den politischen Gremien in der Region eine sehr enge und konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle des Burgenlandkreises und der Stadt Weißenfels, welche mittlerweile im Land mehr als ernst genommen wird und auch einen bedeutenden wirtschaftlichen Aufschwung insbesondere in der Lebensmittelindustrie genommen hat. Nunmehr habe ich mein Arbeitsfeld nun auch zum Wohlergehen großer Teile des Saalekreises ausgedehnt, der Wahlkreis 74 umfasst auch dieses Gebiet.
Ich habe keine hochtrabenden Ziele, sondern will in erster Linie Lobbyarbeit für die Region leisten, egal welche Stadt oder Gemeinde im Wahlkreis - das gesamte Gebiet von Zeitz bis Memleben und Braunsbedra oder Zöschen ist mir aufgrund meiner Kontakte und meiner Bodenständigkeit sehr gut bekannt.
Ich werde insbesondere Landwirtschaftspolitik und Politik für den ländlichen Raum aufgrund meines Berufes mitgestalten, darf aber versichern, dass mir Industrie und Mittelstand mindestens genau so wichtig sind. Ich kann mir weiterhin vorstellen, mich für eine weitere Modernisierung der Arbeitsverwaltung einzusetzen - als Kreisrat weiß ich, dass die gegenwärtige Zusammenarbeit zwischen Bund und Landkreis in der ARGE nicht alle Erwartungen der kommunalen Ebene erfüllt. Da ist es mit einem neuen Türschild an der Behörde nicht getan, es muss hier meiner Meinung nach grundsätzliche Änderungen und auch Bürokratieabbau geben.
Es ist nicht gut für Deutschland, dass immer weniger Menschen produktiv tätig sind, Werte schaffen und immer mehr davon leben müssen und andere trotz schlechter Leistungen immer mehr verdienen und bei einer Pleite auch noch hohe Abfindungen erhalten. Das ist den Menschen nicht mehr zu vermitteln.
Zum Thema Mittelstand in diesem Land gebe ich dem FDP-Vorsitzenden Westerwelle vollumfänglich Recht, wenn er sagt, dass der Mittelstand, der immer eine tragende Säule war, rund um die Uhr arbeitet und nichts mehr übrig bleibt. Genau das gilt es anzugehen und so ist mir eben auch die jetzige Koalition mit der FDP lieber als die vorher agierende. Ich weiß aber auch, dass Kompromisse gelegentlich nötig sind - nur eben nicht um jeden Preis.
Ich begrüße die CDU-Initiative, im Grundgesetz die Deutsche Sprache zu verankern. Das Tarifrecht erscheint mir in Deutschland reformbedürftig, es muss sich wieder lohnen, früh aufzustehen und einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen. Die Sportförderung in der Region muss weiter verbessert werden. Ich will keine Versprechungen machen, die ich nicht halten kann, aber ich kann ihnen garantieren, dass ich mich ehrlich für die Probleme der Region engagieren will. Ich komme täglich mit Menschen verschiedenster gesellschaftlicher Stellung zusammen und weiß, wo vielen der Schuh drückt. Und ich glaube, dass diese Erfahrung an der Basis auch im Parlament in Berlin hilfreich ist. Meinen Beruf will ich nicht aufgeben, mir nur Unterstützung holen, damit ich von der Politik wirtschaftlich nicht abhängig werde und die Probleme an der Basis weiterhin selbst erlebe.
Wer mich kennt, weiß, dass ich zielstrebig, aber auch anderen Argumenten gegenüber offen bin, mich auch überzeugen lasse. Diese Eigenschaften scheinen vielen Politikern ja gelegentlich abhanden gekommen zu sein. Grundtugenden, wie Anstand, Ehrlichkeit, Fleiß, Pünktlichkeit, Verantwortungsbewusstsein, Bodenhaftung und absolute Belastbarkeit sind mir nicht fremd, und ich bin bereit diese in die neue Aufgabe einzubringen. Wer mich kennt, weiß auch, dass ich Lokalpatriot bin und immer die Interessen der Region zuerst im Auge habe, den Wahlkreis und die Befindlichkeiten der Bürger gut kenne. Ich verspreche Geradlinigkeit und vollen Einsatz. Auch ich bin jedoch nicht fehlerfrei. Meine gelegentlich etwas ländliche Art verzeihen sie mir bitte - sie hat mich im Leben jedoch beständig vorangebracht und ich habe dabei auch Fettnäpfchen, die im Weg standen, nicht ausgelassen.
Dieter Stier